Splatoon, eine etwas andere Erfolgsgeschichte

Copyright: Nintendo

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Als Splatoon zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt wurde, war ich nicht auf Anhieb überzeugt. Ein Multiplayer-Shooter, der auch noch von Nintendo selbst entwickelt wurde? Da wollte man nicht unbedingt sein Haus drauf verwetten, denn was Online-Multiplayer-Spiele angeht, hat Nintendo bisher nicht viel Erfahrung gesammelt (Nennenswerte Ausnahmen gibt es, darunter das exzellente Mario Kart 8). Dennoch sank mit jedem neuen Nintendo Direct die Skepsis. Vor allem die bunten Farben und das etwas abgedrehte Spielkonzept, gepaart mit seinem Setting konnten nach und nach mein Interesse wecken. Doch ich hätte nicht gedacht, dass ich Ende Dezember immer noch regelmäßig eine Runde spielen würde.

Es gibt gleich mehrere Gründe dafür, weshalb ich dem Spiel einfach nicht den Rücken kehren kann: Erstens werden die Turfwars, also der Standartmodus, einfach nicht langweilig. Das kämpferische Kolorieren der Arenen macht einfach immer noch Spaß. Zweitens sind da die Updates, die immer wieder frische Inhalte mit sich bringen. Mal sind es Karten, mal Modi und immer wieder neue Waffen. Mich begrüßt einfach immer wieder etwas Neues, was einen halt dazu bringt, immer wieder dem Spiel eine weitere Runde zu gönnen. Drittens wären da noch die Splatfests, die regelmäßig stattfinden und dafür sorgen, dass noch mehr Spieler als sonst auf den Servern zu finden sind. Pünktlich dazu zeigt sich die Community von ihrer besten Seite, mit zahlreichen witzigen Kommentaren und Zeichnungen.

Aus Splatoon könnten andere Hersteller viel lernen. Vor allem EAs Vorgehensweise mit Star Wars Battlefront zeigt auf ein neues, dass viele Hersteller eine vollkommen falsche Herangehensweise haben. Denn anstatt den Spielern mehrere gratis Updates zu bieten, schreckt EA mit seinen zahlreichen bezahlten DLC und Microtransactions die Spieler nur ab. Ich hab zwar meinen Spaß mit Star Wars Battlefront, aber oft genug entscheide ich mich dafür, stattdessen eine Runde Splatoon zu spielen, weil mir das eine komplettere Spielerfahrung bietet, dank der zahlreichen gratis Updates, Festivitäten und der großartigen Community. Vielleicht setzt Nintendo ja damit einen neuen Trend. Immerhin zeigen Spiele wie Rocket League und Team Fortress, das bereits seit Jahren auf diese Art funktioniert, dass das Modell auch außerhalb von Nintendo viel Erfolg haben kann.

Doch was denkt ihr? Hat das Modell eine Zukunft oder werden die Hersteller eher versuchen, noch mehr Geld aus den Spielern heraus zu saugen?

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