Schlottern im All

Copyright: Sega

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Eigentlich hätte Creative Assembly es sich so einfach machen können: Nach „Aliens: Colonial Marines“ wären die meisten „Alien“-Fans schon mit einem mittelprächtigen Spiel glücklich geworden. Doch beinahe sofort wird klar, dass hier wesentlich höhere Ambitionen bei der Entwicklung eine Rolle spielten, und von vorne herein versucht wurde, eine möglichst hohe Qualität zu erreichen. Herausgekommen ist dabei ein Stealth-Horror-Spiel der etwas älteren Schule. Eine Rechnung die aufgeht?

Nach drei Stunden spielen kann ich zumindest behaupten, dass ich mich nicht gelangweilt habe. Das Spiel ist spannend, Grafik und Design orientieren sich am ersten Film und die Story hat genug Trieb, um alles zusammenzuhalten. Man spielt die Tochter von Ellen Ripley, gut 15 Jahre nach der Handlung des ersten Filmes und man versucht natürlich herauszufinden, was mit der eigenen Mutter passiert ist. Ein Flugrekorder wurde entdeckt und befindet sich auf der Raumstation Sevastopol. Als man zusammen mit einer handvoll anderer Personen bei der Raumstation ankommt, muss man feststellen, dass es scheinbar größere Probleme gibt und ein alter Bekannter durch die Station streift.

Der Xenomorph braucht mehr als eine Stunde um das erste Mal auf zu tauchen, stellt jedoch ein absolutes Highlight dar. Düster, monströs und imposant ist das Vieh und damit unglaublich furchteinflössend – Man möchte sofort fliehen, wenn man es nur sieht! Weglaufen ist jedoch unklug, das Ding ist ziemlich fix und braucht nur einen Treffer, um Ripley zu töten. Was tun, also? Nun, in Deckung gehen und schleichen. Das ist teilweise einfacher als gesagt und man fliegt gerne auf, aber bis auf das Alien sind die meisten Gegner leicht zu umgehen: Sowohl Menschen als auch Roboter lassen sich relativ leicht täuschen, kommen dafür aber in größeren Stückzahlen. Obwohl man einen Revolver relativ früh findet, ist dieser kaum nützlich: Erstens ist das Ding zu laut und je nach Situation will man wirklich nicht noch die anderen Gegner am Hals haben. Zweitens sind Kugeln gegen „Synthetische“ (also die Roboter) relativ nutzlos.

Der „Motion Tracker“ hilft da jedenfalls eher weiter: Er gibt die relative Position sich bewegender Organismen an, so wie man das auch aus den Filmen kennt. Das hilft weiter, auch wenn man nicht sieht, wohin der Organismus gerade hinschaut. Oder ob besagter Organismus auf dem gleichen Stockwerk rumwuselt, wie man selbst. Der Tracker erleichtert das Schleichen zum einen und erhöht die Spannung zum anderen, was eine interessante Dynamik darstellt.

So weit gefällt mir das Spiel also ganz gut. Gegen Ende der Woche werde ich wahrscheinlich ein kompletteres Bild zu „Alien: Isolation“ liefern können.

One thought on “Schlottern im All

  1. Das hört sich ja schon mal sehr vielversprechend an 🙂

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