Ein Programm, das Gold wert ist

Copyright: 2K Games

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Manchmal habe ich das Gefühl, dass bei der Videospielpresse und bei den Bloggern zu wenig über gewisse positive Neuerungen geredet wird. Ein gewisser Pessimismus herrscht da vor, wenn ständig über das Sterben gewisser Plattformen (schuldig!) oder den Tod der Triple-A Produktionen (ebenfalls schuldig!) vorher gesagt wird. Doch das muss nicht sein. Nein, wirklich nicht! Deshalb ergreife ich hier einfach mal die Initiative und schreibe etwas zu PlayStation Plus…

Um PlayStation Plus wirklich schätzen zu können, muss man zuerst einmal ein wenig über die Hintergründe Bescheid wissen. Zu Beginn der letzten Generation gab es nur eine Plattform mit einem kostenpflichtigen Multiplayer-Abonnement: Die Xbox 360 mit Xbox Live Gold. 60€ im Jahr müssen hingeblättert werden, um Zugriff auf Online Spiele, extra-Rabatte und einige Apps zu erhalten. Die wenigste mochten das Programm und bezahlten trotzdem. Ich muss es wissen, ich gehörte dazu. Ganze drei Jahre lang.

Sony und Nintendo verzichteten zum Glück auf ein solches Programm. Doch als Sony merkte, dass Spieler durchaus bezahlten und sich dadurch eine gute Geldquelle ergeben konnte, geschah das, was nun einmal immer geschieht, wenn etwas erfolgreich ist und Geld macht: Es wird kopiert. Doch eines hat man anders gemacht: Anstatt retroaktiv Multiplayer auszusperren und kostenpflichtig zu machen, hat man sich entschieden, Plus-Abonnenten einfach etwas mehr zu geben. Wie zum Beispiel Titel, die so lange gratis sind, wie man abonniert ist. Zu Beginn war ich noch skeptisch, doch nach einiger Zeit griff ich dann ebenfalls zu, wurden die Spiele, die dort angeboten wurden, doch immer hochkarätiger.

Aktuell stoßen jeden Monat fünf neue Spiele zu dieser Sammlung hinzu. Jeweils zwei für PlayStation 3 und PlayStation Vita sowie eines für die PlayStation 4. Bei der Einführung der PlayStation 4 überraschte es wenig, dass für Multiplayer auch PlayStation Plus nötig wurde. Doch es war eine clevere Vorgehensweise, die voll aufgegangen ist, denn all jene, die bereits seit Jahren Abonnenten waren, hatten sowieso nicht vor, einfach aufzuhören mit zahlen, da ja bereits so viele Spiele für sie dank des Programms gratis sind. Auch deshalb nahm ich das ziemlich schulterzuckend hin. Das Abonnement bezahlte ich sowieso bereits, also kümmerte es mich nicht wirklich.

Währenddessen versucht man bei Microsoft ebenfalls gratis Spiele in “Gold” zu integrieren. Doch mit Titeln wie Assassin’s Creed 2 lockt man heute wahrlich niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Auf der anderen Seite sieht man, wie Plus es schaffte, die PlayStation 4 in den ersten paar Monaten zu beleben. Keine einfache Sache, sind Neuerscheinungen vor allem zu Beginn noch sehr rar. Doch mit Resogun als erster Plus Titel auf der PlayStation 4 waren viele überzeugt. Auch meine PlayStation Vita erhält durch das Programm ständigen Nachschub.

Kurz, als Spieleflatrate taugt das Programm allemal! Es gefällt den Spielern offenbar so sehr, dass kaum negativ darüber berichtet wird, während das Gold-Programm grundsätzlich gemieden wird. Ich für meinen Teil habe nichts gegen Abonnements, so lange wie ich das Gefühl habe, auch etwas für mein Geld zu bekommen.

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