Der langsame Tod von AAA

Copyright liegt bei SquareEnix

Copyright liegt bei SquareEnix

Diese Woche gab es wieder eine Meldung, die mich hellhörig machte: Nachdem SquareEnix das neue “Thief” veröffentliche, verlieren fast 30 Mitarbeiter, die an genau diesem Spiel gearbeitet haben, ihren Job. Gut, fast 30 Mitarbeiter, das sind nicht viele, kann man jetzt sagen, doch wer in den vergangenen Wochen und Monaten ein Auge auf die Videospiel-Nachrichtenportale geworfen hat, der wird festgestellt haben, dass diese Art der Nachricht mittlerweile keine Seltenheit mehr darstellt.

Die sogenannten “AAA”-Spiele scheinen ein Geschäftsmodell darzustellen, das nicht mehr wirklich funktioniert. “Tomb Raider” konnte sich beispielsweise über gute Verkaufszahlen freuen, und doch wurde es erst im Dezember profitabel. “Bioshock Infinite”-Entwickler “Irrational Games” wird quasi geschlossen, obwohl das Spiel ein ziemlicher Erfolg darstellte. Ist dies das Ende des “AAA”-Formates?

In gewisser Hinsicht schon. Mittlerweile fahren immer mehr kleine und mittelgroße Titel beachtliche Erfolge ein. Die Profitabilität ist dort viel schneller erreicht, als dies bei den “großen” der Fall ist. Vielleicht sollte man in der Industrie auch darüber nachdenken, nicht andauern die gleichen Spiele zu produzieren, die zeitgleich immer noch versuchen mit Call of Duty und Co. zu konkurrieren. Letztlich sind es die Marketingbudgets, die dafür sorgen, dass Spiele mit guten Verkaufszahlen keinen Profit abwerfen.

Vielleicht bleibt aber auch die Hoffnung nach neuen Märkten. China, Brasilien, Mexiko und Indien sind alles Märkte, die in den kommenden Jahren eine immer wichtigere Rolle spielen werden und die Zielgruppe für Spiele natürlich dementsprechend vergrößern. Auf der anderen Seite muss man natürlich auch bedenken, dass diese Märkte schon etwas vorgeprägt sind, sind doch etwa in China Free-To-Play-Spiele im Moment die Platzhirsche.

Es mag vielleicht voreilig sein, das Konzept “AAA” begraben zu wollen, aber eines ist klar: Ein Umdenken ist notwendig. Ansonsten wird es noch vielen Publishern so gehen, wie es THQ ergangen ist.

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