Auf die Schnelle: Bravely Default

Bravely Default

Der Nintendo 3DS hatte 2013 ein besonders gutes Jahr. Eigentlich könnte man schon so weit gehen und dem kleinen Handheld zugestehen, dass es mitunter das beste Software-Angebot hatte. Im Dezember erschien Bravely Default und da ich in letzter Zeit nur selten gute Erfahrungen mit Titeln von Square Enix gemacht hatte, zögerte ich, es mir gleich zu kaufen. Doch die Kritiken kamen und lobten das Spiel auf jeder Ebene. Ein weiteres Must-Have im Line-Up des 3D-Handhelds also?

Nach gerade einmal sechs Stunden muss ich feststellen, dass Bravely Default nicht nur süchtig macht, sondern dass es das Spiel ist, das Final Fantasy sich längst nicht mehr traut zu sein: Ein klassisches japanisches Rollenspiel, das Konventionen nicht blind übernimmt, sondern ihnen trotzt und dabei auch noch neue Akzente setzt.

Die Geschichte ist simpel, dreht sich um vier Figuren, die versuchen, die Macht alter Kristalle wieder herzustellen und weiß mit einer guten Prise Humor und Dramatik die Spiele in ihren Bann zu ziehen. Das wirkt alles nicht sonderlich komplex, aber das muss es auch nicht, denn die Chemie zwischen den Figuren funktioniert und lässt einen weiter spielen. Die Welt selbst ist ein wenig zu sehr nach typischen Fantasy-Klischees gegliedert, hat aber, dank einer netten Optik und einer sehr guten Musik, seinen Reiz.

Abseits der Inszenierung glänzt Bravely Default mit einem Kampfsystem, das die Grenzen der Konventionen sprengt. Zwar läuft alles streng gesehen immer noch in einem Rundensystem, doch eine sehr einfache Neuerung bricht das Einerlei gekonnt auf: So können die Spieler für jede Figur den Menüpunkt “Brave” auswählen, womit bis zu vier Aktionen gleichzeitig ausgeführt werden können. Der Vorteil: Leichte Kämpfe werden dadurch wesentlich beschleunigt, da es einfacher wird, alle Gegner in einem einzigen Zug zu überrennen. Der Nachteil: Falls dies nicht gelingt, können die Figuren für vier gegnerische Züge nicht agieren. Auf der anderen Seite gibt es den Menüpunkt “Default” mit dem ein Zug ausgesetzt wird, wobei die Figur in einen defensiven Modus geht und der ausgesetzte Zug gutgeschrieben wird. Eine effiziente Strategie lebt vom Wechsel dieser beiden Modi, die, wenn gekonnt eingesetzt, sich perfekt ergänzen.

Das Klassensystem setzt auch Akzente, indem es erlaubt, Klassen jederzeit zu wechseln und passive und aktive Fähigkeiten zwischen den Klassen zu mischen. Dadurch wird nicht nur die Warterei auf das nächste Level beim Grinden verkürzt, sondern es ergeben sich auch einige sehr interessante Kombinationen innerhalb der Klassen. Damit wirkt das System wesentlich persönlicher als das bei anderen japanischen Rollenspielen der Fall ist.

So weit kann ich also das Spiel nur wärmstens empfehlen. Wer bereits mehr Erfahrung gesammelt hat oder schlicht Fragen hat, kann sich in den Kommentaren dazu äußern!

One thought on “Auf die Schnelle: Bravely Default

  1. Pingback: CultureGeek | Wundersame Auferstehung

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