Fix angeschaut: Man of Steel

 

 

Man-of-Steel_01

 

Um auch mal eine kleine Pause von meinen Marvel-Film-Artikeln zu machen, hab ich mich entschlossen einen Blick auf “Man of Steel” zu werfen. Von dem Film habe ich, als er im Kino erschien, sowohl Gutes als auch Schlechtes gehört. Dummerweise hatte ich nicht wirklich Zeit, ihn im Kino zu sehen, doch mittlerweile ist die Blu-Ray raus und somit konnte ich einen Blick wagen.

 

 

Meine Erwartungen an Man of Steel waren damit relativ neutral. Sicher, Christopher Nolan hat daran gearbeitet, aber Superman gehörte eigentlich noch nie so wirklich zu meinen Lieblingen unter den Superhelden. Zwei Faktoren also, die sich gleich zu Beginn gegenseitig annullieren könnten. Sofortiger Pluspunkt ist natürlich der Soundtrack von Hans Zimmer, der wieder passende Untermalung für die Action liefert. Es handelt sich dabei zwar nicht um seinen besten Soundtrack, aber solide ist er allemal.

 

 

Von den Schauspielern kannte ich auf Anhieb nur Laurence Fishburne und Kevin Costner, doch dummerweise haben die beiden sehr wenig Zeit auf der Leinwand. Henry Cavill passt vom Aussehen her wie die Faust aufs Auge und liefert eine modern-nostalgische Interpretation von Superman ab, was so viel heißt wie: Er ist charakterlich uninteressant. Sicher, die Kindheits- und Jugendszenen geben sich reichlich mühe, ihm einen Entwicklungsbogen zu verpassen, aber so etwas hat er eigentlich nicht. Vielleicht liegt es auch an der Handlung, der es ein wenig an Pacing und Tempo mangelt, aber eine Verbindung zu Superman konnte ich nicht wirklich herstellen.

 

 

Da liegt wahrscheinlich das Problem des Filmes, denn er scheint nur eine Checkliste runter zu rattern und sich weniger auf wirkliche Charakterentwicklung zu konzentrieren. Das wird spätestens dann deutlich, wenn der “romantische Höhepunkt” zwischen Lois Lane und Clark Kent ansteht: Die beiden hatten so wenig Zeit miteinander in diesem überladenen Film, dass man bei der Kussszene eigentlich nur noch lachen kann. Aber wenigstens können wir den Kasten neben “Romantik” anticken, ne?

 

 

Abseits dessen ist Man of Steel ein solider Film, der es immerhin auf gehobenes Mittelmaß schafft. Im Vergleich zu Batman und einem Großteil der Marvel-Filme handelt es sich dabei jedoch um eine reichlich emotionslose Angelegenheit, die einen nicht wirklich packen kann. Immerhin kann DC sein Filmuniversum endlich vernünftig aufbauen, und das ist doch schon einmal etwas, oder?

 

 

 

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