Auf die Schnelle: The Song of Saya

Alle Bildrechte liegen bei Nitroplus und JASTUSA

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Wenn es etwas gibt, das ich mit absoluter Sicherheit über „The Song of Saya (Saya no Uta)“ behaupten kann, dann ist es Folgendes: Du bist nicht bereit für dieses Spiel. Aber so schlimm ist das nicht, denn ich glaube nicht einmal, dass man sich auf ein Spiel wie dieses überhaupt vorbereiten kann. „The Song of Saya“ führt einen in Abgründe, die eigentlich niemand erkunden will, und schafft sich damit einen ganz besonderen Platz in meinem Spielerherzen. Klare Warnung vorab: Alles nach dem “Jump” ist nur für mutige Leserinnen und Leser. Ihr seid vorgewarnt!

Bei „The Song of Saya“ handelt es sich um ein “Visual Novel”. Das heißt unterm Strich, dass man abseits von der einen oder anderen Entscheidung nichts weiter tut als Lesen. Das klingt uninteressant, aber die Geschichte ist so einzigartig, dass man förmlich hineingesaugt wird. Das, obwohl selten etwas so groteskes und ekelerregendes geschrieben wurde. Sex, Vergewaltigungen, Morde, Pädophilie und höllische Visionen schaffen die Grundzutaten für die Geschichte, die sich an keine Richtlinien des guten Geschmacks hält. Hardcore Sex-Szenen wechseln sich hier nahtlos mit Gore und Splatter ab. Wer das nicht aushält, sollte einfach aufhören, das hier zu lesen und nie wieder über dieses Spiel nachdenken.

Nach einem Verkehrsunfall verliert der Medizinstudenten Fuminori Sakisaka nicht nur seine Eltern, sondern auch jede Verbindung zur „normalen“ Welt: Seine Sinne spielen ihm eine groteske Horror-Vision der Welt vor, die von Monstern und verrottenden Fleischbergen bevölkert werden. Vor dem Wahnsinn rettet ihn ein Mädchen namens Saya, die einzige Person, die in seinen Augen normal erscheint. Sie hat ungewöhnliche manipulatorische Fähigkeiten, die für Fuminori ein Tor zu einer neuen Welt sind.

saya no uta 2

Mehr kann leider nicht erzählt werden, ohne den Plot zu verderben. Wer fähig ist die vorher genannten Inhalte zu verdauen, der wird sich von diesem Visual Novel nicht losreißen können. Die Geschichte ist faszinieren und spannend geschrieben und der visuelle Stil macht das Beste aus den verschiedenen Blickwinkeln. Während die Sicht der normalen Menschen sehr steril wirken, scheint Fuminoris Horror-Vision umso kontrastreicher und taktiler zu sein. Der Abstieg Fuminoris wird glaubwürdig erzählt und eigentlich wird jede Grenze des guten Geschmacks gesprengt. Doch es geschieht nichts zum Selbstzweck, jede Abartigkeit funktioniert wie ein Zahnrad einer größeren Maschine. Einzigartig und beklemmend ist „The Song of Saya“ wohl eines der interessantesten und beeindruckendsten Spiele des Jahres, auch wenn es sich dabei um eine reichlich späte Übersetzung eines mittlerweile zehn Jahre alten japanischen Visual Novels handelt.

„The Song of Saya“ ist eindeutig für Erwachsene gedacht. Deshalb ist dieser Link, wo das Spiel gekauft und downloaded werden kann, eindeutig „Not Safe for Work” und damit geschieht das Anklicken auf eigene Gefahr: Link zum JASTUSA-Shop

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