Fix angeschaut: X-Men

 Xmen

Falls es etwas geben sollte, das man bei den Marvel Studios bereut, dann ist es wahrscheinlich die Tatsache, dass man die Lizenzen zu gewissen Stoffen an andere Studios weitergegeben hat. So geschehen bei X-Men und Spider-Man (Blade ist ja mittlerweile wieder bei Marvel angekommen). Natürlich gilt es zu bedenken, dass dies vor der Schaffung der Marvel Studios geschah und Comicverfilmungen bei weitem noch nicht die Geldmacher waren, die sie heute sind. X-Men war ein Überraschungserfolg, der bereits vor Spider-Man zeigte, dass man auch abseits von Superman und Batman Geld machen konnte.

Solange die Qualität vorhanden ist, versteht sich. Und siehe da, der erste X-Men-Film war gut. Zumindest hatte ich ihn als „gut” in Erinnerung, bis ich ihn vor kurzem mal wieder angeschaut habe. Und man muss schon feststellen, dass das Genre, 13 Jahre später, sehr weit gekommen ist, denn während X-Men immer noch ein ganz unterhaltsamer Film ist, verblasst er doch etwas angesichts der neueren Streifen, vor allem aus den Gefilden eines Marvel Studios. Das liegt vor allem an deren neugefundenen Fokus auf Charakterentwicklung, die zwar auch hier vorhanden ist, aber nicht in dem Maß betrieben wird, wie das heute der Fall ist.

Eines vorab: Das Casting rettet den Film in allen Belangen. Nicht umsonst ist Hugh Jackman Synonym für Wolverine und Patrick Steward als Charles Xavier ist eine Traumbesetzungen. Ian McKellen als Magneto war ein zusätzlicher Geniestreich und das Casting macht einen guten Eindruck, ob es nun altbekannte Schauspieler oder neue waren. Vielleicht führte auch genau diese Auswahl dazu, dass viele Zuschauer dem Film überhaupt einmal eine Chance gaben.

Was den Plot angeht, schafft dieser genau zwei Dinge: Er vereint die Figuren auf eine logische Art und Weise ohne dabei unglaubwürdig gezwungen rüber zu kommen und stellt zudem deren Fähigkeiten vor. Zusätzlich funktioniert er perfekt als Vehikel für die gut inszenierten und heute noch spannenden Action-Szenen. Allerdings fällt schon auf, dass es am Budget etwas mangelte, da einige Sets etwas unterproduziert wirken. Ebenfalls schlecht gealtert sind einige CGI-Effekte. Aber das ist wohl mittlerweile normal bei Filmen die vom Anfang der 2000er stammen.

X-Men ist damit immer noch ein unterhaltsamer Film, der nicht ganz seinem damaligen Status mehr gerecht wird. Sehenswert ist er aber noch auf jeden Fall.

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