Mangamania: Btooom!

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Btoom aus der Feder von Jun’ya Inoue ist einer dieser Manga, bei denen ich mich nicht ganz entscheiden kann, ob ich sie mag, oder nicht. Nun, die Tatsache, dass ich die ersten neun Bände im Regal stehen habe und sie gelesen habe, sollte eigentlich ein Hinweis sein, dass ich dann doch irgendwie etwas dafür übrig hab. Doch weshalb kann ich mich der Serie nicht entziehen?

Am Plot kann es nicht liegen, denn es handelt sich um die typische „Wir nehmen ein Videospiel und machen es real“-Affäre. Was dabei rauskommt ist eine Mischung aus „Battle Royale“, „Gantz“ und „Bomberman“, die nicht so ganz aufgehen will. Der Plot ist schnell zusammengefasst: Zahllose Menschen werden scheinbar ohne Grund auf eine Insel geschleppt um dort in einer reellen Partie „Btooom!“ teilzunehmen, was an und für sich eine Mischung aus „Call of Duty Modern Warfare“ und „Bomberman“ ist. Nur wer genug Punkte zusammenbekommt (Sprich: Gegner umbringt), kommt auch wieder von der Insel runter.

Ich schreibe „scheinbar ohne Grund“, weil nach und nach doch die Gründe dafür gezeigt werden, weshalb die einzelnen Personen auf diese Insel geschickt worden sind. Die Hintergrundgeschichten sind insgeheim wesentlich interessanter als die eigentlich Action, was zum Teil auch daran liegt, dass diese sich zu sehr an ausgelutschten Formaten orientiert. Wer Narutos überkomplexe Kämpfe, die stets einer nachfolgenden Erklärung bedürfen, nicht mehr ausstehen kann, der sollte um „Btooom!“ einen großen Bogen machen.

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Fanservice pur

Mein größtes Problem mit „Btooom!“ liegt darin, wie die Serie mit ihren weiblichen Figuren umgeht. Zwar mangelt es nicht an starken Frauen, jedoch sind sie alle so sehr auf Fan Service ausgelegt, dass sie sich immer wieder in unmöglichen Positionen räkeln und oft genug als Opfer sexueller Gewalt dienen. Das ist natürlich umso bedauernswerter, weil die Serie eigentlich viel Potenzial hat, es nur größtenteils ungenutzt lässt. Dazu gesellt sich, dass der Zeichenstil leider absolut keine eigenen Akzente setzt. Insgesamt bleibt die Serie damit gerade einmal auf gehobenen Mittelmaß.

Die Serie erscheint auf französisch bei Glénat, auf Englisch bei Yen Press. Einen gleichnamigen Anime gibt es natürlich auch.

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