Aufstieg der Videospiel-Autoren

Goichi Suda

Bei Suda ist die Punk-Attitüde inklusive

Goichi Suda (auch bekannt als Suda51) ist ein ganz schön merkwürdiger Kerl. Er erklärt einem schon mal auf der Toilette, weshalb sein Spiel toll ist. Dank „Killer7“ und „No More Heroes“ wurde er zu einem bekannten Gesicht und wird mittlerweile für jedes Produkt, das Grasshoppper Manufacture kreiert, mindestens als Executive Producer eingesetzt. Suda steht für den Aufstieg des Autor-Designer, von denen es in Zukunft immer mehr geben wird…

Es handelt sich dabei nämlich in gewisser Weise auch um einen Beweis der Reife. Der Film etwa konnte Anfangs auch nur wenige Autoren, also im Produktionsprozess hervorstehende Persönlichkeiten, aufweisen. Dabei sind Autoren insofern von Bedeutung, da sie dem jeweiligen Produkt eine eigene, einzigartige und wiedererkennbare Note verleihen. Und das ist bei Suda sicher der Fall, sieht man, teils dank des grafischen Stils, auf den ersten Blick, wann es sich um ein Spiel von Grasshopper Manufacture handelt. Es gibt ebenfalls eine gewisse Stringenz, was die Themenauswahl angeht, was natürlich den Eindruck des hervorstechenden Autoren weiter stützt.

Shigeru Miyamoto

Miyamoto gehört zu den bekanntesten Gesichtern der Videospielindustrie

Es handelt sich dabei natürlich nur um die Spitze des Eisberges. Mario-Erfinder Shigeru Miyamoto und Metal Gear – Schöpfer Hideo Kojima sind bereits teilweise außerhalb der Videospielsphäre bekannt. Persönlichkeiten wie Hidetaka Suehiro (SWERY65), die hinter Spielen wie Deadly Premonition stehen, sind direkte Folgen dieses Trendes. Natürlich beschränkt sich das nicht auf Japan, Cliffy B., Nic Cage und natürlich Peter Molyneux lassen grüßen.

Man kann von diesen Personen halten was man will und man kann natürlich auch deren Grad an Beteiligung an den jeweiligen Spielen anzweifeln. Doch es hat den positiven Effekt, dass eine Industrie, die oft bemerkenswert unpersönlich wirkt, endlich Gesichter bekommt, die für etwas stehen. Jedoch macht dies auch auf ein anderes Problem aufmerksam: Frauen sind aktuell absolute Mangelware, wenn es um Design Legenden geht. Roberta Williams, Mitbegründerin von Sierra, hat sich längst aus dem Geschäft zurück gezogen und damit fällt einem leider nur noch Jade Raymond ein.

Die Hoffnung liegt auch hier in einer Indie-Szene, die bereits Charaktere wie Phil Fish zum Aufstieg verholfen hat. Dort herrscht natürlich der „Jeder kann ein Spiel machen“-Charme aktuell vor, jedoch findet man dort Spieldesigner mit den verschiedensten Hintergründen. Der Anfang ist also gemacht und es ist noch viel Raum für Entwicklungen vorhanden.

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